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Konzept für Computer- und Onlinekompetenz in den Klassenstufen 3 und 4

woman2„Da Medienkompetenz weder durch familiäre Erziehung noch durch Sozialisation oder die individuelle Nutzung von Medien in der Freizeit allein erworben werden kann, ist eine grundlegende, umfassende und systematische Medienbildung im Rahmen der schulischen Bildung erforderlich.“

Quelle: Medienbildung in der Schule (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 8. März 2012), S.4

Ziel des vorliegenden Konzepts ist der systematische Aufbau von Computer- und Onlinekompetenzen und die Einbindung in den Deutsch – und Sachunterricht in den Klassenstufen 3 und 4 mit Hilfe des Internet-ABC. Das Internet ABC ist mit dem Unesco-Preis 2011, dem digita Deutscher Bildungsmedien Preis 2012  und  der Comenius Edu Media Medaille 2012 dreifach ausgezeichnet worden. Hinter dem Projekt steht der gemeinnützige Verein Internet ABC, dem zwölf Landesmedienanstalten angehören.  Das Internetportal für die Kinder, als auch die CD ermöglichen selbstgesteuertes Lernen und bieten gleichzeitig Erläuterungen und Tipps für die Erwachsenen. Das Handbuch richtet sich an die Lehrer. Hier liegen die Unterrichtseinheiten mit den Arbeitsmaterialien für die Schüler in Papierform vor. Alle Module des Medienpakets, CD-ROM, Handbuch und der entsprechende Kurs „Fit fürs Internet“ auf dem Internetportal sind inhaltlich unter folgenden Titeln gegliedert:

Surfen und Internet - So funktioniert das Internet

Achtung! Die Gefahren - Darauf solltest du achten

Lesen, Hören, Sehen - Medien im Internet

Mitreden und Mitmachen - Selbst aktiv werden

Der bestechende Grundgedanke  besteht darin, Eltern und Lehrer mit ins Boot zu holen, um damit die nach wie vor bestehenden Hindernisse für die Kinder, den Computer und das Internet für ihren Lernerfolg zu nutzen, aus dem Weg zu räumen. Es ist für die Schüler gewissermaßen noch immer schicksalhaft, ob sie an ihrer Schule die großen Chancen der neuen Medien nutzen können. Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Ausstattung spielt inzwischen kaum mehr eine Rolle, da die Schulen im Rahmen des eEducation Masterplan nach Wunsch und entsprechendem Engagement die Ausstattung für ihre Arbeit erhalten haben. Ein wesentlicher Faktor sind aber mit Sicherheit noch immer die Ängste sowohl von Lehrern als auch von Eltern. Ängste bezüglich der eigenen Kompetenz im Vergleich zu den Schülern, den „digital natives“, vor der ungeheuren Komplexität der Thematik und der Herausforderung, sie kindgerecht vermitteln zu können. Nicht zuletzt ist hier auch der Aspekt der Ängste vor den Gefahren des Internets zu nennen. Inhalt, Aufbau und Struktur des Internet - ABC sind so angelegt, um diese grundlegenden Bedenken überwinden zu helfen. Das Internet - Portal bietet  für die Schüler einen Schonraum, in dem man sich in Ruhe die Kompetenzen aneignen und sich gegen die Gefahren wappnen kann. Links und Linktipps führen ausschließlich zu anderen geprüften Kinderseiten. Steht kein Internetanschluss zur Verfügung, oder sind die Bedenken der Erwachsenen übergroß, bieten CD-ROM und Handbuch die Möglichkeit der sicheren Aneignung von Wissen und Kompetenzen im Offline-Modus. Die berechtigte Frage, ob diese Vorgehensweise, sozusagen in Trockenübungen das Schwimmen zu lernen, gerade dem Unterrichtsgegenstand Internet gerecht wird, möchten wir im Hinblick auf das übergeordnete Ziel, die Ängste von Eltern und Lehrern überwinden zu helfen, bejahen.

Das Internet - ABC in seiner ganzen Fülle dient als Grundlage. Das hier vorliegende Konzept geht für den Bereich Schule aber darüber hinaus. Ziel ist das Einbinden eines systematischen Aufbaus von Computer- und Onlinekompetenz in den regulären Unterricht der Klassenstufen 3 und 4. Es soll den didaktischen Ort den Vorgaben der Stundentafeln und den Rahmenplänen gemäß festlegen, um somit auch den letzten Ausflüchten, es stehe nicht genügend Zeit und Raum im regulären Unterricht zur Verfügung, den Boden zu entziehen. Es darf im Sinne von Chancengerechtigkeit nicht mehr schicksalhaft sein, ob Schüler die neuen Medien für ihren Lernerfolg und späteres Berufsleben kompetent nutzen können oder nicht. 

Das Internet -  ABC muss daher im Sinne des oben genannten Ziels strukturiert und insbesondere für die Klassenstufe 3 ergänzt werden. Schwerpunkt des Internet - ABC ist die Erlangung von Onlinekompetenz. Als Vorlauf müssen aber auch die nötigen PC-Anwenderkompetenzen und Grundlagen für das technische Verständnis gelegt werden. In Klasse 3 sollen Basiskompetenzen nicht nur für die Anwendung von Lernprogrammen, das Spielen und die Recherche, sondern vor allem auch für das Arbeiten mit dem PC erlangt werden. Deshalb bilden in diesem Konzept die Inhalte Ordnerstrukturen und Speichern einen Schwerpunkt. Nur so ist gewährleistet, dass in höheren Klassen wie selbstverständlich auf Basiskompetenzen aufgebaut werden kann und anspruchsvolle Projekte verwirklicht werden können.

Wie eine Einbindung in die reguläre Stundentafel möglich ist, soll an dieser Stelle kurz erläutert werden. Sie beruft sich auf zwei Argumente, die eine Integration in den Deutsch- und Sachunterricht für einen kontinuierlichen und systematischen Aufbau von Computer- und Onlinekompetenzen begründet. Zum einen ist im Rahmenplan Sachkunde festgelegt, dass 20% der Stunden für die neuen Medien aufgewendet werden sollen. Zum anderen ist das Internet - ABC aufgrund seiner Struktur in weiten Teilen als Deutschunterricht zu bezeichnen. Das Thema fordert eine intensive Auseinandersetzung mit Texten. Die Einführungs- und Begleittexte bieten Veranschaulichung durch sinnvolle Vergleiche und beziehen immer die Erlebnis- und Gefühlswelt der Kinder mit ein. Der Kern der Rahmengeschichten, die Erläuterung der Lernbegriffe und die Merktexte werden dann jeweils vollkommen ernsthaft, sachlich korrekt und doch für die Kinder verständlich formuliert.

Die Übungen und Lernzielkontrollen sind in Form von Rätseln und Spielen sowohl in der digitalen als auch der Papierform, die sich übrigens optimal ergänzen, meist die klassischen Lückentexte, Sortier- und Zuordnungsübungen, so dass auch das Rechtschreiben und die Sprachbetrachtung nicht zu kurz kommen. In beiden Medien schreiben, lesen, hören, raten und spielen die Schüler. Es wird mit Lexika und Wörterlisten gearbeitet, Fachbegriffe können eigenständig angeeignet werden. In der Berliner Schule wird derzeit Schritt für Schritt das Konzept der durchgängigen Sprachförderung umgesetzt. Dieses Material erfüllt in besonderem Maße auch die Kriterien einer durchgängigen Sprachbildung.

   

Standort

   

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Hannemannstraße 68

12347 Berlin

   

ÖPNV-Verbindungen

metrobus 18x18 mit dem Bus M44 ab S-Bahnhof Herrmannstraße bis Haltestelle Wussowstraße

icon ubahn mit der U7 bis U-Bahnhof Blaschkoallee

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